Die Einführung des Entlassmanagements ist auf den 1. Oktober verschoben worden.

Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband, die KBV und die Deutsche Krankenhausgesellschaft in einer Änderungsvereinbarung zum Rahmenvertrag verständigt. Ursprünglich sollte das Entlassmanagement am 1. Juli starten. Krankenhäuser sind nunmehr ab Oktober verpflichtet, jedem Patienten ein Entlassmanagement für eine lückenlose Anschlussversorgung anzubieten. Entsprechende Formulare für Verordnungen wie Arznei- und Heilmittel werden dann zur Verfügung stehen. Für Verordnungen im Krankenhaus gelten dieselben Regelungen wie in der Arztpraxis. Ziel des Entlassmanagements ist, dass Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt lückenlos ambulant weiter versorgt werden. Dazu soll das Krankenhaus feststellen, welche ambulanten Leistungen unmittelbar nach der Klinikentlassung erforderlich sind und diese einleiten. Der weiterbehandelnde Facharzt ist darüber rechtzeitig zu informieren. Neu ist ferner, dass Klinikärzte dann in begrenztem Umfang Verordnungen ausstellen und Arbeitsunfähigkeiten bescheinigen dürfen.

 

Quelle: Gesundheitspolitischer Brief, 28./29. KW 2017

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